Das Mädchen sieht der Gans entsetzt nach. “Seit wann können Gänse fliehen?”, denkt sie laut und starrt noch weiter in den blauen Himmel, bis sie die Gans nicht mehr sehen konnte. Dann drehte sie sich schnell wieder zu den anderen Gänsen: “Freunde, wir müssen schnellsten nach Hause, ich muss das meinen Eltern erzählen.” Das Mädchen läuft voraus, die Gänsen hinterher. Sie liefen durch dieselben Wiesen, in denen sie vorhin gekommen waren.
Das Mädchen schloss das Tor eines Käfigs auf uns stellte vorsichtig eine Gans nach der anderen in den Käfig. Als alle drin waren, zählte sie sie durch: Es fehlte keine. Die Gans mit dem schwarzen Fleck war also wirklich nicht von ihnen. Das Mädchen zuckte mit den Schultern und schloss zu. Sie stolzierte zu der Wohnung ihrer Eltern und stoß aufgeregt die Tür auf. Sie wollte schon gerade loskreischen, als sie sich erinnerte, dass niemand zu Hause war. Ihre Eltern arbeiteten noch. Also schüttete sie sich ein Glas Milch ein und setzte sich an den Tisch. Sie trank jede Minute ein Schluck Milch und dachte über die fliegende Gans nach. Nach einer halben Stunde schlief die Kleine ein.
Als sie aufwachte, war die kaputte Lampe an der Decke an. Ihre Eltern deckten gerade den Tisch. Das Mädchen setzte sich ein wenig verschlafen auf und wischte sich über ihre Augen. Ihre Mutter fragte: “Wie war es heute mit den Gänsen? Besonders anstrengend?” Dem Mädchen ging ein Blitz durch den Kopf: “Mama, heute ist eine Gans weggeflogen!” Die Mutter lachte und küsste ihre Tochter auf die Wange: “Das hast du bestimmt nur geträumt” Das Mädchen stampfte auf: “Nein Mama, ich habe es gesehen!” Der Vater schüttelte den Kopf: “Es sind noch alle Gänse da, Süßes. Sie sind nur in deinem Kopf weggeflogen” ”Nein, nein, nein, die Gänse war nicht von uns, sie hatte einen schwarzen Fleck auf der Brust”, rief das Mädchen. Die beiden Eltern sahen sich an: “Gänse sind weiß. Sie haben normalerweise keine schwarzen Flecken.” Das Mädchen sah auf den Boden: “War das wirklich ein Traum?”
Enora
