Es war einmal ein Mädchen im Alter von 16 Jahren. Es lebte mit seiner Familie in einem Schloss, es trug jeden Tag das gleiche, weiße Kleid und ihr Haustier war eine weiße Krähe. Ihre 14-jährige Schwester trug immer ein hellblaues Kleid, ihr Haustier war ein Wellensittich. Das Haustier der Mutter war ein roter Papagei, deswegen trug sie immer ein rotes Kleid, ihr Mann der Vater der beiden Mädchen trug immer einen schwarzen Anzug, da sein Haustier ein Rabe war.
Eines Tages als die 16-Jährige den Vögeln etwas zu essen geben möchte, bemerkte sie, dass ihre Krähe fehlte. Sofort rannte sie zu ihren Eltern, um ihnen zu berichten, dass die weiße Krähe nicht mehr da ist. Die Eltern und die Schwester überzeugten sich selbst von der Aussage des Mädchens und beschlossen alles abzusuchen. Den Garten, alle Zimmer, am Teich und sogar im Wald. Sie suchten und suchten für mehrere Stunden, bis dir Mutter keine Geduld mehr hatte und entschied, dass sie morgen weitersuchen würden. Die 16-jährige Tochter jedoch wollte, nicht aufhören bis sie ihre weiße Krähe gefunden hatte und beschloss daher allein weiter zu suchen. Die Eltern waren nicht sehr begeistert von der Idee, ließen sich aber von der Idee der Tochter überreden, da sie beide keine Kraft mehr zum Suchen hatten, aber verstehen können warum ihre Tochter, ihre Krähe finden möchte. Also ging das Mädchen allein noch tiefer in den Wald hinein. Sie suchte und suchte und suchte, langsam ging die Sonne unter und das Mädchen beschloss sich ein wenig auszuruhen, damit sie wieder Kraft bekommt zum Suchen. Sie legte sich also auf den Boden neben einen Baum und schlief ein.
Sie schrick auf als sie ein lautes „HALLO“ hörte, neben ihr kniete ein junger Mann mit einem Hund der einen kleinen Spaziergang am frühen Morgen unternahm. „Alles gut bei ihnen?“ fragte der Mann „Ja, alles gut, ich musste mich nur ein bisschen ausruhen“ „Ausruhen, wofür ausruhen?“ „Meine weiße Krähe ist verschwunden, ich habe sie bis gestern spät gesucht aber ohne Erfolg, …“ „Oh das tut mir schrecklich Leid für sie, soll ich ihnen helfen ihre Krähe zu finden?“ „ Ähmm… gerne, wenn sie nichts Wichtiges zu tun haben. Ich würde mich über ihre Hilfe freuen“ „Alles klar, wo haben sie denn bereits gesucht? Gibt es einen Ort wo sich vorstellen könnten wo ihre Krähe noch wäre?“ „Gesucht habe ich überall außer auf der großen Wiese hinterm Wald, da wo immer die großen Mengen an Vögeln sind, vielleicht hat sie sich da versteckt.“ „Nah dann nichts wie los“ Beide liefen durch den Wald, Richtung große Wiese. An der Wiese angekommen sah, das Mädchen ein Junge in ihrem Alter zwischen hunderten von Vögeln aller Art, aber eine weiße Krähe sah sie nirgendwo. Sie fragte den Jungen, ob er eine weiße Krähe gesehen hatte. Was das Mädchen nicht wusste, ist, dass ihre Krähe, wenn sie frei ist, sich im 30 Minutentackt zu einem Jungen und einer Krähe verwandelte.
Gerade als sich das Mädchen umdrehen wollte umzugehen, verwandelte sich der Junge in eine weiße Krähe, ihre weiße Krähe. Das Mädchen erschrak und traute ihren Augen nicht, ihre Krähe ist ein Mensch, ein Mensch, der sich abwechselnd in eine Krähe oder einen Menschen verwandelt.
Sie nahm die Krähe zu sich und umarmte sie, sie bedankte sich noch bei dem netten jungen Mann und lief mit der Krähe im Arm nach Hause. Zuhause erzählte sie alles ihrer Familie und die Krähe oder der Junge war nicht mehr im Käfig gefangen, sondern lebte als normaler Mensch mit ihnen im Schloss.
Wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.
Emma
